Parlament fordert Sanktionen und Konditionalität gegenüber Aserbaidschan
Entscheidung
Das Europäische Parlament verabschiedete am 19. Dezember 2024 eine Entschließung, die die anhaltende Repression der Zivilgesellschaft und unabhängiger Medien in Aserbaidschan thematisiert und die Fälle von Dr Gubad Ibadoghlu, Anar Mammadli, Kamran Mammadli, Rufat Safarov und Meydan TV nennt; die Entschließung wurde angewiesen, an den Rat, die Kommission, die Vizepräsidentin/den Vizepräsidenten und die Hohe Vertreterin/den Hohen Vertreter (VP/HR), die Mitgliedstaaten und die aserbaidschanischen Behörden weitergeleitet zu werden.
Was sich ändert
Die Entschließung fordert EU‑Sanktionen nach dem globalen Menschenrechts‑Sanktionsregime gegen aserbaidschanische Amtsträger und besteht darauf, dass jede EU‑Aserbaidschan‑Partnerschaftsvereinbarung, einschließlich im Energiebereich, an die Achtung der Grundrechte geknüpft sein muss; sie fordert zudem die Kommission auf, das Memorandum of Understanding über eine Strategische Partnerschaft im Energiebereich von 2022 auszusetzen. Compliance‑Teams, Gegenparteien im Energiebereich und Handelsakteure sollten die Kommission und den Rat hinsichtlich etwaiger Folge‑maßnahmen, möglicher Nennungen in Sanktionslisten und Änderungen der Partnerschaftsregelungen überwachen.
Betroffene
Die Entschließung betrifft unmittelbar Aserbaidschan, die aserbaidschanische Zivilgesellschaft und unabhängige Medien, namentlich genannte aserbaidschanische Amtsträger sowie EU‑Institutionen, die an Sanktionen und Energiepartnerschaftspolitik beteiligt sind.
Quellen
Offizielle Dokumente
- Thursday, 19 December 2024 - Strasbourg European Parliament adopted a resolution condemning Azerbaijan's crackdown on civil society, urging EU sanctions and conditionality of the EU–Azerbaijan energy partnership, including suspending the energy MoU.
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