EU und Australien einigen sich auf Freihandelsabkommen und Partnerschaft für Sicherheit und Verteidigung

Wichtige Entwicklung

Die EU und Australien verabschiedeten eine Partnerschaft für Sicherheit und Verteidigung, die am 18. März 2026 virtuell von der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Kaja Kallas und australischen Ministern unterzeichnet wurde, und die Staats- und Regierungschefs einigten sich während eines Treffens in Canberra zwischen der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Premierminister Anthony Albanese auf den abschließenden Text eines ehrgeizigen Freihandelsabkommens. Sie vereinbarten außerdem, formelle Verhandlungen über die Assoziierung Australiens an Horizon Europe aufzunehmen.

Warum es wichtig ist

Das Freihandelsabkommen wird voraussichtlich die EU‑Exporte in den nächsten zehn Jahren um bis zu 33 % steigern und jährlich bis zu €17,7 Milliarden erreichen, mit starken Wachstumspotenzialen bei Milchprodukten (bis zu 48 %), Kraftfahrzeugen (52 %) und Chemikalien (20 %), während über 99 % der Zölle beseitigt und Zölle um etwa €1 Milliarde pro Jahr reduziert werden. Das Abkommen stärkt zudem den EU‑Zugang zu kritischen Rohstoffen, enthält verbindliche Verpflichtungen zur Nachhaltigkeit und schützt 165 geografische Angaben im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittel sowie 231 geografische Angaben für Spirituosen, während es 50 Wein‑GIs hinzufügt.

Nächster Schritt

Die ausgehandelten Entwurfsfassungen werden in Kürze veröffentlicht und müssen die internen EU‑Verfahren durchlaufen, bevor die Kommission die Unterzeichnung und den Abschluss vorschlägt. Anschließend sind die Zustimmung des Europäischen Parlaments, Entscheidungen des Rates und die Ratifizierung Australiens für das Inkrafttreten erforderlich.

Quellen

Offizielle Dokumente

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