EU-Parlament verurteilt Massenverhaftungen in Belarus

Entscheidung

Das Europäische Parlament hat am 8. Februar 2024 (P9_TA(2024)0070) eine Entschließung angenommen, in der eine neue Welle von Massenverhaftungen in Belarus scharf verurteilt wird, die sich gegen Oppositionsaktivisten und deren Familienangehörige richtet. Der Text hält fest, dass belarussische Sicherheitskräfte Razzien, Verhöre und Festnahmen durchgeführt haben, die mehr als 200 Familienangehörige gegenwärtiger und ehemaliger politischer Gefangener betreffen, und dokumentiert Vorwürfe von Isolierung, Folter, Verweigerung medizinischer Versorgung und Zwangsarbeit politischer Gefangener.

Was sich ändert

Die Entschließung fordert die sofortige bedingungslose Freilassung und Entschädigung von mehr als 1 400 politischen Gefangenen und ihren Familien und drängt die EU und die Mitgliedstaaten dazu, die Ergebnisse der Parlaments- und Kommunalwahlen nicht anzuerkennen. Sie ruft die VP/HR und den Rat dazu auf, stärkere Sanktionen zu verhängen, einschließlich Maßnahmen gegen Güter, die Zwangsarbeit politischer Gefangener betreffen, strengeren finanziellen Sanktionen und Sanktionen gegen Einzelpersonen, und fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die Dokumentation und eine unabhängige internationale Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen.

Wer betroffen ist

Die Entschließung betrifft direkt die in Belarus Festgenommenen und Inhaftierten, politische Gefangene und ihre Familien, die belarussischen Behörden, die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten und bezieht sich auf internationale Gremien, darunter die UN und die OSZE.

Quellen

Offizielle Dokumente

  • Thursday, 8 February 2024 - Strasbourg
    EP adopted a resolution condemning mass arrests in Belarus and calls for stronger EU sanctions, including on goods tied to forced labour of political prisoners and tougher financial measures.

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