Parlament stimmt dem PNR‑Datenabkommen EU–Kanada zu

Entscheidung

Das Europäische Parlament hat der Schlussfassung des Abkommens zwischen Kanada und der Europäischen Union über die Übermittlung und Verarbeitung von Passenger Name Record (PNR)-Daten (Entwurf des Beschlusses des Rates 08897/2024) zugestimmt und seinen Präsidenten angewiesen, seine Position dem Rat, der Kommission sowie den Regierungen und Parlamenten der Mitgliedstaaten und Kanadas zu übermitteln. Der zuständige Ausschuss nahm seine Empfehlung am 18.2.2025 mit einer endgültigen Ausschussabstimmung von 54 Stimmen dafür, 10 dagegen und 4 Enthaltungen an.

Was sich ändert

Das Abkommen schafft einen Rechtsrahmen für die Übermittlung und Verarbeitung von PNR-Daten zwischen der EU und Kanada, der dazu bestimmt ist, die Verhütung, Aufdeckung, Untersuchung und Verfolgung schwerer Straftaten und des Terrorismus zu unterstützen. Der Text und die beigefügten Bewertungen stellen fest, dass es Garantien in Bezug auf Nichtdiskriminierung, Datenspeicherung und -sicherheit, Aufsicht, Transparenz und Passagierinformation, individuellen Zugang und Berichtigung sowie verwaltungs‑ und gerichtliche Rechtsbehelfe enthält, und dass der Europäische Datenschutzbeauftragte eine Stellungnahme abgegeben hat, in der er notwendige Garantien feststellt und Empfehlungen ausspricht.

Wer ist betroffen

Das Abkommen betrifft unmittelbar die Europäische Union und Kanada, Strafverfolgungs‑ und Justizbehörden, die an internationaler Zusammenarbeit beteiligt sind, sowie Passagiere, deren PNR‑Daten übermittelt und verarbeitet werden.

Quellen

Offizielle Dokumente

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