EU einigt sich auf verschärfte Richtlinie zur Energieeffizienz
Prozess in Kürze
Eine vorläufige Einigung wurde heute Morgen zwischen der Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Rat erzielt, um die Richtlinie zur Energieeffizienz im Rahmen des Pakets „Fit for 55“ und des REPowerEU-Plans zu reformieren und zu verschärfen.
Worum es geht
Das Abkommen verleiht dem Grundsatz „Energieeffizienz zuerst" Rechtskraft und legt ein EU-Ziel von 11,7 % für 2030 fest, wobei die jährlichen Einsparverpflichtungen ab 2024 auf 1,49 % und bis Ende 2030 auf 1,9 % ansteigen. Es verschärft die Vorschriften für Beschaffung und Sanierung im öffentlichen Sektor, verpflichtet öffentliche Verwaltungen, ein neues jährliches Minderungsziel zu erreichen und mindestens 3 % der Geschossfläche öffentlicher Gebäude zu renovieren, verlangt von großen Energieverbrauchern und Unternehmen über 85TJ die Einführung von Energiemanagementsystemen oder Audits, führt Berichterstattungspflichten für große Rechenzentren ein, reformiert die Fernwärme mit dem Ziel einer vollständigen Dekarbonisierung bis 2050, stärkt Finanzierungsmaßnahmen und enthält die erste EU-Definition von Energiearmut mit vorrangigen Maßnahmen für besonders verletzliche Gruppen.
Zeitplan
Die vorläufige Einigung bedarf nun der formellen Annahme durch das Europäische Parlament und den Rat, bevor sie im Amtsblatt veröffentlicht und in Kraft gesetzt wird.
Quellen
Offizielle Dokumente
- European Green Deal: EU agrees stronger rules to boost energy efficiency Provisional agreement between the European Commission, European Parliament and Council to reform the EU Energy Efficiency Directive, setting an 11.7% 2030 target and higher annual energy-savings obligations, with strengthened public-sector duties and consumer protections.
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