Kommission begrüßt Beginn der Trilogue-Verhandlungen über Stahlmaßnahme

Zentrale Entwicklung

Die Kommission, vertreten durch den EU-Kommissar für Handel und Wirtschaftssicherheit Maroš Šefčovič, nahm an den ersten Trilogue-Verhandlungen zu einem Vorschlag für eine Stahlverordnung teil, um der globalen Überkapazität zu begegnen. Der Vorschlag würde die zollfreien Einfuhrmengen auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren (eine Reduzierung um 47 % gegenüber den Quoten von 2024), die Zölle für Mengen außerhalb der Quote auf 50 % verdoppeln, alle Herkunftsländer außer EEA-Staaten abdecken und eine Rückverfolgbarkeitsanforderung "melt & pour" einführen.

Gegenstand der Überprüfung

Die Verordnung zielt auf die negativen Auswirkungen einer nicht nachhaltigen globalen Überkapazität in der Stahlproduktion ab, die bis 2027 voraussichtlich 721 Millionen Tonnen erreichen wird und als Bedrohung für die industrielle Stahlbasis der EU beschrieben wird. Sie soll zudem die Dekarbonisierungsziele der EU unterstützen und 2,5 Millionen mit der Stahlproduktion verbundene Arbeitsplätze schützen.

Beteiligte

An den Verhandlungen sind die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat beteiligt; die Maßnahme wird die Stahlindustrie der EU und damit verbundene Arbeitsplätze betreffen, während EEA-Herkünfte ausgenommen werden. Die Kommission erklärt, sie werde weiterhin konstruktiv mit globalen Partnern an kollektiven Lösungen arbeiten.

Zeitplan

Die drei Institutionen streben an, den Text zügig zu finalisieren, damit die Maßnahme bis zum 1. Juli vollständig in Kraft treten kann, wenn die derzeitige Schutzmaßnahme ausläuft.

Quellen

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