EU beantragt WTO‑Gremium wegen chinesischer SEP‑Lizenzgebühren

Wichtige Entwicklung

Die EU hat einen formellen Antrag auf Einsetzung eines WTO‑Panels in ihrem Streit mit China eingereicht, weil chinesische Gerichte angeblich bindende weltweite Lizenzbedingungen, einschließlich Lizenzgebühren, für Portfolios standardessentieller Patente (SEPs) festlegen.

Kontext

Die Maßnahme folgt auf gescheiterte WTO‑Konsultationen im April 2025 und beruht auf der Auffassung der EU, dass die Praxis Chinas, Gerichten zu gestatten, weltweite SEP‑Lizenzgebühren ohne Zustimmung der Patentinhaber festzulegen, mit dem TRIPS‑Abkommen unvereinbar ist.

Wer ist betroffen

Direkt betroffen sind EU‑Hightech‑Unternehmen, die standardessentielle Patente halten, sowie chinesische Hersteller, die diese Technologie nutzen. Ebenfalls betroffen sind Lizenzierungs‑ und Patentmanagement‑Teams bei EU‑Unternehmen, die sich über weltweite Lizenzbedingungen Sorgen machen.

Was zu erwarten ist

Die EU wird auf der Sitzung des Streitbeilegungsgremiums der WTO am 24. Februar 2026 die Einsetzung eines Panels beantragen; die wahrscheinliche wirtschaftliche Folge ist eine erneute Prüfung weltweiter SEP‑Lizenzbedingungen, mit Auswirkungen auf Lizenzumsätze und die relativen Kosten des Zugangs zu europäischer Technologie.

Quellen

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