Kommission geht gegen unfair gehandelte Einfuhren von Schmelzkorund vor

Zentrale Entwicklung

Die Kommission hat endgültige Antidumpingzölle auf Einfuhren von Schmelzkorund aus der Volksrepublik China in Höhe von 88,7 % bis 110,6 % verhängt und ein zollfreies tarifliches Kontingent eingeführt, das ein begrenztes Volumen chinesischer Einfuhren ohne Zölle in die EU zulässt.

Kontext

Die Entscheidung folgt einer Untersuchung, die unfaire Handelspraktiken festgestellt hat, und wurde aus Gründen des Interesses der EU in Anbetracht außergewöhnlicher Umstände getroffen, die sowohl die Unionindustrie als auch nachgelagerte Anwender betreffen. Die Kommission erklärte, dass dies das erste Mal sei, dass wirtschaftliche Sicherheitsaspekte auf diese Weise im Einklang mit der Gemeinsamen Mitteilung vom Dezember 2025 berücksichtigt werden.

Details

Schmelzkorund wird zur Herstellung von Stahl und anderen Metallen sowie zur Herstellung von Glas und Keramik benötigt und wird vielfach in verteidigungsbezogenen Anwendungen eingesetzt. Der EU-Markt hat einen Wert von €400-500 Millionen und von einem geschätzten Gesamtvolumen von 380.000 Tonnen entfallen die Einfuhren schätzungsweise auf 200,00 Tonnen, davon stammen 160.000 aus China, und die in der EU ansässige Industrie beschäftigt rund 1.000 Personen in Österreich, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien und Slowenien.

Nächste Schritte

Die Antidumpingzölle gelten zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren und das zollfreie tarifliche Kontingent wird im Verlauf dieses Zeitraums schrittweise reduziert, um die Wertschöpfungskette für Schmelzkorund und die Versorgungssicherheit zu schützen.

Quellen

Offizielle Dokumente

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